«Wege entstehen dadurch,
dass man sie geht.»
Erich Kästner
Schwierigkeitsskala
Markierung und Schwierigkeitsbewertung der Wanderwege
(weitgehend nach der Skala des Schweizerischen Alpenclubs)
In der Schwierigkeitsbewertung wird die Länge der Touren nicht berücksichtigt. Für alle Touren sind gute Kenntnisse der Orientierungsmittel (Karte, Kompass, Höhenmesser oder GPS) und der Routenwahl nötig. Die diesbezüglichen Anforderungen sowie die Ernsthaftigkeit steigen in der Regel mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad und/oder schwierigen Wetterverhältnissen.
Gelb bezeichnete Wanderwege, können mit gewöhnlichem Schuhwerk begangen werden. Diese Markierungen sind meist im Unterland oder im hügeligen Gelände der Voralpen an zu treffen und sind als einfach ein zu stufen, Orientierung problemlos. Wege sind gut gebahnt, es besteht keine Absturzgefahr.
Auf einigen Exkursionen werden wir auch auf gelbmarkierten Wanderwege unterwegs sein.
Männlichen, Kleine Scheidegg, Hüttenweg Jurahaus, Mont Raimeux, Strada Alta Leventina, Vermigelhütte
Weg mit durchgehendem Trassee und ausgeglichenen Steigungen, markiert: weiss-rot-weiss, Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen. Weiss-rot-weiss bezeichnete Wege sind nur für bergtüchtige Wanderer. Es sind meist schmale, unebene, steile oder steinige Pfade, z.B. Höhenwege, Gipfelrouten, führen über Alpenpässe oder zu Klubhütten. Es können auch kurze, ausgesetzte Wegstücke dabei sein, teilweise auch mit einem Drahtseil gesichert. Diese Touren stellen an den Wanderer etwas grössere Anforderungen mit der Ausrüstung und dem Verhalten. Etwas Trittsicherheit erforderlich, Trekkingschuhe oder feste Wanderschuhe, Elementares Orientierungsvermögen und etwas Ausdauer sind Bedingung.
Die meisten Wanderungen von Alpinatoura führen auf diesen Bergwanderwegen.
Moléson, Normalanstiege zu Wildhornhütte, Bergseehütte, Täschhütte ab Täschalp, Capanna Cristallina von Ossasco, Passo Campolungo
Am Boden ist meist noch eine Spur vorhanden, ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein, ev. braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Falls markiert: weiss-rot-weiss. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Gute Trittsicherheit, gute Trekkingschuhe, durchschnittliches Orientierungsvermögen und elementare alpine Erfahrung sind unabdingbar.
Hohtürli, Sefinefurgge, Gross Mythen, Pizzo Centrale vom Gotthardpass aus, Säntis ab Schwägalp
Markierung und Schwierigkeitsbewertung von Alpinwanderwegen
Routen mit alpinem Charakter sind nicht immer markiert, wenn markiert, dann mit weiss-blau-weissen Markierungen oder mit Steinmannli, sie können auch durch wegloses Gelände führen, leichte Kletterstellen oder Gletschertraversierungen haben. Für diese Routen sind Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unabdingbar! Als Wanderleiterin ist es mir rechtlich erst nach dem Besuch des Zusatzkurses für T4-Routen erlaubt, entsprechende Wanderungen anzubieten. Aktuell habe ich diese Berechtigung noch nicht. Wer nicht über die nötige Erfahrung verfügt, um solche Wanderungen alleine durch zu führen, wende sich an einen Bergführer.
manchmal auch mit Steinmannli.
Wegspuren, oft weglos. Raues Steilgelände. Einzelne einfache Kletterstellen. Blockfelder. Steile Grashalden und Schrofen. Einfache Schneefelder. Gletscherpassagen, meist markiert. Exponierte Stellen mit Absturzgefahr.
Tour d‘Aï, Mischabelhütte, Schreckhornhütte SAC, Uri Rotstock ab Musenalp, Bocchetta della Campala, Pizol, Capanna Sasc Furä CAS
Diese anspruchsvollen Routen sind nicht oft nicht markiert und können durch wegloses Gelände führen, leichte Kletterstellen oder Gletschertraversierungen haben. Für diese Routen sind Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unabdingbar! Wer nicht über die nötige Erfahrung verfügt, um solche Wanderungen alleine durchzuführen, wende sich an einen Bergführer.
Markierung und Schwierigkeitsbewertung der Schneeschuhwanderungen
(weitgehend nach der Skala des Schweizerischen Alpenclubs)
Meist sind die Routen nicht markiert, darum ist Erfahrung nötig. Markierte Routen bedeuten nicht, dass keine Lawinengefahr besteht, die Kenntnisse dazu müssen vorhanden sein, wie beim Wetterbericht müssen die Informationen dazu vorgängig eingeholt werden. In der Schwierigkeitsbewertung wird die Länge der Touren nicht berücksichtigt. Für alle Touren sind gute Kenntnisse der Orientierungsmittel (Karte, Kompass, Höhenmesser oder GPS) und der Routenwahl nötig. Die diesbezüglichen Anforderungen sowie die Ernsthaftigkeit steigen in der Regel mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad.
Bei den Schwierigkeitsgraden der Schneeschuhwanderungen handelt es sich um Richtwerte bei guten Schnee-, Witterungs- und Sichtverhältnissen und gilt nur für den mit Schneeschuhen zurückgelegten Weg. Bei schlechten Verhältnissen kann sich die Bewertung massiv nach oben verschieben. Darum wird für alle Touren die Mitnahme eines Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS), Schaufel und Sonde (und die Kenntnis deren Handhabung) dringend empfohlen, da sich in den Bergen die Verhältnisse schnell ändern können.
Hangneigung <25°. Insgesamt flach oder weniger steil.
In der näheren Umgebung sind keine Steilhänge vorhanden.
Kaum Lawinengefahr. Keine Abrutsch- oder Absturzgefahr.
Lawinenkenntnisse kaum / nicht notwendig.
Hangneigung <25°. Insgesamt flach oder weniger steil.
In der näheren Umgebung sind keine Steilhänge vorhanden.
Lawinengefahr. Keine Abrutsch- oder Absturzgefahr.
Grundkenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation.
Hangneigung <30°. Insgesamt wenig bis mässig steil. Kurze, steilere Passagen.
Lawinengefahr. Geringe Abrutschgefahr, kurze, auslaufenden Rutschwege.
Grundkenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation.
Diese anspruchsvollen Schneeschuhtouren sind für Wanderleiter nicht zugelassen. Für das Leiten dieser Schneeschuhwanderungen muss ein Bergführer angefragt werden.
Letzte Aktualisierung: 03.02.2025